Temple de la Madeleine

Der Temple de la Madeleine ist eine der ältesten Kirchen in Genf. Die ersten Zeichen einer Kapelle an derselben Stelle finden sich seit der Zeit der Römer.

Ab dieser Epoche wurden an diesem Ort Kirchen abgerissen oder wieder gebaut und durch grössere ersetzt. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche nach einem weiteren Brand in ihrer heutigen, gotischen Form wiedererrichtet. Ihre Gemeinde war im Mittelalter eine der reichsten der Stadt. Mit der Reformation verwandelt sich die Kirche in ihrer neuen schlichten und sachlichen Form zu einem «temple protestant» und der Name wurde von «Eglise de la Sainte Marie-Madeleine» zu «Temple de la Madeleine» abgeändert. Hier predigten unter anderem Guillaume Farel und Jean Calvin.

Seit 1926 wird der Temple de la Madeleine von der Eglise Protestante de Genève der Deutschschweizer Reformierten Kirchgemeinde Genf zur Verfügung gestellt. So wie heute zeigt sie sich seit 1975, nach der letzten Renovation. Sie bietet eine sehr gute Akustik und ist daher sehr gefragt, um Konzerte durchzuführen. Im Turm der Kirche hängt die älteste Glocke von Genf, Sie stammt von 1420 und gibt den Menschen mit ihrem Stundenschlag heute noch die Tageszeit zu hören.

Die Glocken des Temple de la Madeleine
Glocke 1: Marie-Madeleine, Glockengiesser: unbekannt, 1486 – 950 Kg, 116,5 cm, Fis 3. Oktave
Glocke 2: Saint Christophe, Glockengiesser: G. Fribor, 1470 – 400 Kg, 88cm, Ais 3. Oktave
Glocke 3: Le Grillet, Glockengiesser: Hulricus, 1420 – 250 Kg, 75cm, Cis 4. Oktave
Le Grillet ist die älteste Glocke des Kanton Genfs

Wir wünschen Ihnen einen ansprechenden Rundgang durch unsere Kirche und hoffen, dass Sie mitten im Betrieb der lebhaften Stadt im freien Raum der Stille durchatmen mögen.

Die Beschreibung der Glasfenster, die Sie oben als Slides sehen, können Sie im untenstehenden Besucherplan unter den folgenden Nummern nachsehen:

Slides 1 – 3 = 7 A, 7 B, 7 C (A. Mairet)
Slides 4 – 6 = 9 A, 9 B, 9 C (J. Venturelli)
Slides 7 – 9 = 11, 13, 15 (J. Venturell)

Führung Glasfenster