Spinnrad

Zürcher Bibel 2007

Die Grundlage unserer Bibelgespräche und Gottesdienste

Zürcher Bibel in der Neuübersetzung 2007

Im Sommer 2007 ist nach mehr als 20 Jahren Übersetzungstätigkeit und etlichen teilweise heftigen Synode-Debatten die neue »Zürcher Bibel« erschienen. Ein sozusagen epochales Ereignis nicht allein für die Schweizer Reformierten, sondern für den deutschen Sprachraum insgesamt.
Dies bewog einen bekannten und hochgeachteten Publizisten der »NZZ am Sonntag«, Manfred Papst, zu schreiben:
» … seither lese ich unentwegt in ihr, kreuz und quer, vorwärts und rückwärts, und kann mein Glück kaum fassen. Denn diese Übertragung hat einerseits nichts von der philologischen Exaktheit ihrer Vorgängerin von 1931 geopfert; andererseits aber macht sie zweierlei deutlich: dass wir ein eminent dichterisches Buch vor uns haben – und dazu ein fremdes, orientalisches, dessen Welt nicht die unsere ist. Zur so exakten wie sprachsensiblen Übersetzung in der neuen Zürcher Bibel kommen die sachkundigen Erläuterungen sowie das 150-seitige «Glossar», eine Sammlung funkelnder kleiner Essays. Eine hübsche kleine Überraschung besteht im Weiteren darin, dass es der neuen Übertragung gelingt, mit leichter, sicherer Hand das Anliegen einer geschlechtergerechten Sprache umzusetzen, ohne dem Text Gewalt anzutun. Wo traditionellerweise männliche Formen («Söhne Gottes») gebraucht wurden, obgleich alle Menschen gemeint sind, werden nun offenere Begriffe verwendet; wo dagegen von Berufen die Rede ist, die damals nur von Männern ausgeübt wurden («Zöllner»), bleibt es bei der alten Form. Nun wird bei Johannes wieder das Wort zu Fleisch und nicht die Weisheit zu Materie, und in der Bergpredigt heisst es nicht mehr tautologisch diffus «Wenn ihr betet, redet nicht endlos wie die Menschen aus den Völkern, die meinen, durch viele Worte erhört zu werden», sondern textgetreu und kernig: «Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden.»
Natürlich ist die Bibel in erster Linie ein heiliges Buch, das sich an eine Gemeinschaft von Gläubigen wendet. Man kann sie aber auch anders lesen: als kulturgeschichtliches Zeugnis und – zumal in einer sensiblen Übertragung wie dieser – als Schlüssel- und Quellenwerk der Weltliteratur.
Übrigens wird sie fast verschenkt: Für 1900 Seiten wunderbar gesetzten Text ist ein Obolus von rund zwanzig Franken zu entrichten – so viel wie für eine Pizza oder für ein Kinobillett.«

Sie können unter verschiedenen Ausgaben wählen. Einige davon sind bei uns im Sekretariat erhältlich.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Theologischen Verlags Zürich:
www.tvz-verlag.ch

Dort finden Sie auch die online-Ausgabe der neuen Zürcher Bibel