Spinnrad

Was uns prägt, leitet, fordert

Woher kommen wir ? Worin leben wir ? Wohin sind wir unterwegs?

Kirchgemeinde: ein wachsendes Gewebe
Die ersten Christen, die auf den Spuren der bereits zuvor in unserm Land lebenden Juden aus den römischen Besatzungstruppen, das Christentum zu den Alemannen und Galliern brachten, hatten ihren Lebenserwerb oft im Bereich des Textilhandels. Sie scheuten sich nicht, verschiedene Fäden und andere webbare Materialien zu einem Gewebe zu verbinden. Sie wussten, wie Farbe und Form wirkt, und freuten sich daran. Kilikische Decken verkaufte zum Beispiel der Apostel Paulus. Die waren beliebt, weil sie wärmten und herrliches Handwerk bewiesen. Das Geschäft lief gut. Nicht viel anders, als wenn heute Schweizer Touristen von ihren Ferien in der Türkei geknüpfte und gewobene Teppiche heimbringen. Kilikien hiess damals eine Gegend der südlichen Türkei.

Auch die Madeleine-Gemeinde ist ein Gewebe aus Import und Export, aus Handel und Gewerbe, aus Zuwanderung und Passage. Sie haben Menschen deutscher Sprache seit der Reformation nach Genf geführt. So sind wir ein Teil der Genfer Stadtgeschichte, eine Art Parallel-Gesellschaft, wie man sie seit je in den grossen Städten der Welt kennt.

Auf dieser Seite können Sie entdecken, aus welchem Material das wirkliche Leben der Madeleine-Gemeinde gestrickt wird. Sie finden die alte Legende der Spinnerin Marie-Madeleine, welcher der “Temple de la Madeleine” ihren Namen verdanken soll. Sie finden die Texte (das ursprünglich lateinische Wort bedeutet “Webstück”), an denen wir weiterknüpfen in unsern Gottesdiensten und Erwachsenenkursen. Sie finden Informationen zu Theologie und Liturgie, die für unser geistliches Leben grundlegend sind.

Wir freuen uns, wenn Sie sich einlesen und vielleicht auf die eine oder andere Entdeckung hier auch reagieren. Die Sinnfragen-Box steht Ihnen auch dafür zur Verfügung. Uns liegt an Austausch, an Kommunikation MIT IHNEN!