Spinnrad

Seelsorge

Sprache gewinnen, um das Leben zu begreifen
So könnte man das etwas fremd gewordene Wort “Seelsorge” vielleicht verständlicher machen.
Es ist ein Doppelwort, in welchem zwei Dimensionen des normalen Lebens verbunden werden.
“Trag Dir Sorge!” sagen Liebende zueinander. “Nimm Dir Zeit und nicht das Leben!” mahnen Verkehrsexperten. Leben ist verletzlich. Und manchmal spüren wir das erst “hinterher”. Dann müssen wir uns selbst neu sortieren, vielleicht sogar neu orientieren.
“Seele” war eines der Lieblingswörter des 19. Jahrhunderts. Bis heute will man damit andeuten, dass ein Menschenleben Dimensionen hat, die nicht fassbar sind. Die sich aber bemerkbar machen in den Grundwidersprüchen: Angst und Vertrauen, Schuld und Vergebung, Unrecht und Gerechtigkeit, Erfolg und Scheitern, Sinn und Sinnlosigkeit, Scham und Annahme, Ich und die Andern …
Mit “Seelsorge” meinen wir Zeit für mitmenschliche Begleitung. Raum für Begegnungen im Horizont des christlichen Glaubens. Das Ziel ist, Lebensgewissheit und Vertrauen im Glauben zu finden und zu stärken.
Oft gehört dazu das Gebet, um die Tür aufgehen zu lassen in den Raum der Liebe Gottes.
Seelsorge hat im Alltag unserer Pfarrer Priorität.